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Praktikumsbericht von Rosa Hanselmann | Singharaja Garden AGRO & ECO-Lodge, Jungle Hotel, Sri Lanka
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Praktikumsbericht von Rosa Hanselmann

Praktikumsbericht von Rosa Hanselmann (Dezember 2014 – Februar 2014)

Wieder zurück in Deutschland kann ich sagen, dass die drei Monate im Dschungel einer der prägendsten und schönsten Erfahrungen in meinem Leben waren. Vor allem sind mir die Menschen auf der Insel und ganz besonders das Team der Lodge in positiver Erinnerung geblieben. Auch die wunderschöne und vielfältige Natur Sri Lankas hat mich sehr beeindruckt. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt und es fiel mir sehr leicht sich an die dortigen Gegebenheiten anzupassen.

Nach meinem Abitur wusste ich nicht ganz so recht was ich in Zukunft machen möchte. Aber es war klar, dass ich einige Zeit ins Ausland gehen möchte. Durch Internetrecherche bin auf diese Seite gestossen und war sofort vom Konzept der ECO-Lodge angetan. Mir gefiel die Kombination aus ökologischem und sozialen Engagement. Natürlich überzeugten auch die durchweg positiven Praktikumserfahrungen der ehemaligen Volontäre, welche sich vor Ort auch bestätigten. Und nach Sri Lanka wollte ich schon immer einmal.

Und dann ging es auch schon Anfang Dezember 2014 los. Ich wurde am Flughafen von Colombo von Alli (Alfons) herzlich in Empfang genommen. Gemeinsam mit Ajith, dem Fahrer, kamen wir bei Dunkelheit auf der Lodge an. Sofort wusste ich, dass dieser Ort ein ganz besonderer war. Die Dschungelgeräusche und die ruhige Atmosphäre sind mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Das Haupthaus war auf einem Hügel gelegen, wovon man eine tolle Aussicht auf die nähere Umgebung hatte. In den ersten drei Tagen nach meiner Ankunft durfte ich erst einmal ankommen und mich in Ruhe an alles gewöhnen.

Danach begann ein typischer Tag in der ersten Hälfte meines dreimonatigen Praktikums damit, dass ich entweder in der Küche mitgeholfen habe das Frühstück vorzubereiten oder ich bei Ednas Yogastunden mitmachen durfte. Anschliessend gab es immer Frühstück, welches wirklich keine Wünsche offen ließ. Ab und zu half ich anschließend bei der Reinigung der Zimmer bzw. Bungalows. Aber meistens hatte ich Zeit mich in die mir zur Verfügung gestellte Hängematte zu legen und den Naturgeräuschen des Regenwaldes zu lauschen. Gegen 11:30 Uhr begann ich in der Küche bei der Vorbereitung des Mittagessens mitzuhelfen. Die Köche Upul, Sameere, Pradeep, Anura und die auszubildende Shashika waren immer super nett und es hat sehr viel Spaß gemacht mit ihnen zu kochen. Ich habe sehr viel über die Zubereitung von singhalesischem Essen gelernt und bin sehr dankbar dafür. Ab und zu durfte ich die Gäste auf ihren Touren begleiten. Das heißt ich war nach dem Frühstück bis Nachmittags oder manchmal Abends mit den Gästen unterwegs. Durch die Wahlen des neuen Präsidenten und die Ferien hatten die Schulen geschlossen und somit konnte ich erst nach einiger Zeit in die Vorschule gehen. Das war aber kein Problem für mich. Es kam mir sogar entgegen, da ich mich somit öfter bei den Tagesausflügen der Gäste anschliessen konnte. In der zweiten Hälfte meines Praktikums begann mein Tag damit, dass ich gegen 7:30 Uhr mit dem Bus zu der 30 Minuten entfernten Minarso Preschool gefahren bin. Dort angekommen durfte ich die Lehrerinnen bei dem Englisch-, Singhalesisch- und Matheunterricht unterstützen. Die Lehrerinnen nahmen mich sofort sehr herzlich auf und hatten keine Scheu mich aktiv in die Unterrichtsgestaltung zu integrieren. Die Kinder habe ich sofort ins Herz geschlossen. Die Arbeit mit ihnen war meistens sehr laut und anstrengend, aber trotzdem hat es mir immer sehr viel Spaß gemacht. Die Lehrerinnen gaben wirklich ihr Bestes. Vor allem die Wärme und die Geduld, mit welcher sie den Kindern begegnen, hat mich sehr beeindruckt. Die großen Klassen und dass die Kinder manchmal mit einem „Klaps“ auf den Po bzw. auf die Hand bestraft wurden waren hingegen Dinge die mir weniger gefielen. Aber im Großen und Ganzen war es eine tolle Erfahrung , welche ich nicht missen möchte. Um 12 Uhr ging es dann wieder mit dem Bus zurück zum Mittagessen mit den Gäste auf der Lodge. Meistens ruhte ich mich bis 3 Uhr aus und begann anschließend beim Kuchenbacken in der Küche mitzuhelfen. Gegen 4 Uhr saß ich dann gemeinsam mit den Gästen bei Kaffee und Kuchen. Anschliessend waren häufig Ednas Yogastunden, welche ich gerne mitmachte. Ich hatte vor dem Praktikum sehr wenig Yogaerfahrungen und durch Ednas Yogastunden habe ich ein neues Hobby gefunden. Danke dafür! Mir hat besonders gut gefallen, dass es immer sehr kleine Gruppen waren, sie den Schwierigkeitsgrad immer individuell angepasst hat und immer darauf geachtet hat, dass die Übungen korrekt ausgeführt wurden. Wenn ich danach noch Zeit hatte, half ich bei der Vorbereitung des Abendessens und beim Tischdecken mit. Die Abende mit den Gästen waren immer sehr unterhaltsam. Es war interessant sich mit so vielen verschiedenen Menschen auszutauschen und hat mir persönlich auch viel darin geholfen meine wirklichen Interessen kennenzulernen. Ich habe allgemein sehr viel über mich selbst kennen gelernt, bin offener, geduldiger und gelassener geworden. Für die tolle Zeit möchte ich ich bei allen recht herzlich bedanken und eines steht fest: Ich war nicht das letzte mal in Sri Lanka :-)

Eure Rosa