Kategorie: Sri Lanka

ALUTHA AVURUDDA - Das tamilische, hinduistische und singhalesische Neujahr »

13. April 2017, von Edna Möllers | Sri Lanka

Seit Tagen scheint Sri Lanka auf dem Kopf zu stehen, fast alle Bewohner sind damit beschäftigt, sich auf die Neujahrzeit mit dem neuen Sonne/Mondzyklus vorzubereiten.

Wir spüren eine deutliche Veränderung, denn noch nie war der Konsum zum Neujahr so ausgeprägt, wie in diesem Jahr. Wie Ameisen stürzen sich die Menschen in die Städte und stöbern nach den passenden Geschenken für die Familienmitglieder, die in großen Tüten nach Hause getragen werden. Selbst die Häuser werden umgebaut, vergrößert und mit üppigen Verandas ausgestattet. In unserer Nachbarschaft hört man das Hämmern und Schaufeln bei Tag und bis spät in die Nacht.
Astrologen berechnen inzwischen den genauen Jahreswechsel. Mond und Sonne haben nun eine große Bedeutung. Genau auf de Minute soll der Sonnengott besänftigt und die Nicht-Zeit mit Ritualen überbrückt werden.
Aus dem Wasser, dem ersten Feuer und dem Überkochen von Kokosnussmilch lesen die Menschen ihre Zukunft für das neue Jahr.
Jegliche Arbeit sollte während der Rituale ruhen und für die Tamilen, Hindus und Buddhisten fängt das Fest mit einem Tempelbesuch an. Sie lassen ihre Geschenke segnen und nach dem Tempelbesuch wird gefeiert, gespielt und natürlich viel und gut gegessen.
In den Gärten werden Schaukeln in die Bäume gehangen und es ist schön mit anzusehen, wie Jung und Alt in das neue Jahr Hineinschaufeln.

Suba aluth auruddak wewa,

Eure
Edna & Alli

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Menschenrechte & Tourismus in Sri Lanka »

24. September 2015, von Alfons Stücke | CSR Sri Lanka

Schatten im Sonnenparadies
Nachhaltig Reisen wird uns immer wichtiger und das ist gut so, aber dafür benötigt es auch für Nachhaltigkeit zertifizierte Beherbergungsbetriebe. Wie sich viele Tourismusprojekte in Sri Lanka entwickeln und was es für die Bevölkerung bedeutet, zeigt der nachfolgende und aktuelle Bericht von der GESELLSCHAFT FÜR BEDROHTE VÖLKER.

» Menschenrecht und Tourismus, ein Report aus Sri Lanka

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Oktoberfest in Sri Lanka 2013 »

5. November 2013, von Alfons Stücke | Alltägliches Sri Lanka

Es war wieder so weit, dass Oktoberfest 2013 im Hilton Colombo stand an und wir haben auch in diesem Jahr wieder Zeit gefunden um zünftig mit zu feiern…

Besser wir lassen unsere paar Fotos sprechen und unterlassen jegliche Kommentare ;-)

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Eine Bekleidungsfabrik in Sri Lanka »

8. Mai 2013, von Alfons Stücke | Sri Lanka Alltägliches

Brand und Einstürze von Bekleidungsfabriken, in Süd-Ost-Asien haben leider für viele Arbeiter zu spät dazu geführt, dass sich unterschiedliche Mode- und Outdoorbekleidungshersteller auf Grund ihrer dort ansässigen Produktionsstätten, in der Weltpresse für menschenunwürdige Arbeits- und Sicherheitsbedingungen rechtfertigen müssen.

Aus diesem Anlass, haben wir gestern eine von vielen Bekleidungsfabriken in Sri Lanka besichtigt.
Wir waren überacht und sehr erfreut darüber, wie aufgeschlossen der Manager uns gegenüber war und uns mit Stolz durch seine Betriebsstätte führte. Die Fabrik produziert für einen Bekleidungshersteller aus Australien und das Positivste gleich vorweg gesagt, die Produktionshalle glich keinem Gefängnis. Es gab mehrere Ein- und Ausgänge an beiden Seiten der Halle, die auch als Fluchtwege deklariert waren. Unter der Dachkonstruktion waren Sprinkleranlagen und Ventilatoren installiert. Sicherlich arbeiten hier viele Menschen (überwiegend Frauen an den Nähmaschinen) auf engsten Raum und im Vergleich zu unseren deutschen Standards, gäbe es hier bestimmt einiges zu bemängeln. Am Ende waren wir doch froh, dass wir „EINE“ recht moderne Bekleidungsfabrik in Sri Lanka besichtigt haben. Über die Einkünfte der Arbeiter haben wir leider keine Auskünfte erhalten, dass sind Betriebsinterna hat uns der Manager zur Antwort gegeben…

Letztlich sind nur wir es, mit der Macht des Verbrauchers, genügend Einflüsse auf jegliche Märkte zu nehmen.

Entscheidet mit, was in unserer Welt passiert, denn „FAIR VERBINDET“

Eure
Edna & Alfons

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Auch in Zukunft, ÖKO-Strom in Singharaja Garden  »

25. August 2012, von Alfons Stücke | Eco-Lodge Sri Lanka

Heute vor einer Woche wurden wir nach fast vier Jahren, ans staatliche Stromnetz von Sri Lanka angeschlossen. Ein willkommenes backup-System zu unserer bestehenden Photovoltaik-Anlage, welches nun auch endlich unser kleines Notstromaggregat abgelöst hat. Gerade bei trüben oder regnerischen Wetter ist somit eine optimale Stromversorgung garantiert. Sicherlich wird der Netzstromanteil auch bei einem etwaigen Ausbau unserer Lodge und stätig steigener Gästeauslastungen, in Zukunft nicht mehr als 10% bis 15% ausmachen. Unsere Insel-Anlage wurde damals von Smart-Power-Systems in Deutschland berechnet, geliefert und ist bei normalen Witterungsbedingungen ausreichend dimensioniert.

Unser Strom-Durchschnittsverbrauch in den letzten zwei Geschäftsjahren lag bei rund 1450 Kilowattstunden pro Jahr. Zum Vergleich, benötigt ein 1 Personenhaushalt in Deutschland rund 1900 Kilowattstunden. Mit Stolz blicken wir auf unsere Energieeffizienz, mit rund 95% eigenerzeugtem ÖKO-Strom zurück.
Trotz einer etwaigen und höheren Netzstromabnahme würde sich unsere ÖKÖ-Bilanz nicht unbedingt verschlechtern, denn in Sri Lanka wird der gesamte Stromhaushalt ebenfalls aus 95% erneuerbarer Energie gewonnen. Davon allein 80% aus Wasserkraft, die anderen 15% teilen sich Wind und Photovoltaik. Lediglich 5% des Stromhaushalts werden mit einem Dieselkraftwerk für Colombo gewonnen.

Innerhalb der letzten drei Jahre wurde das Stromnetz in Sri Lanka so weit ausgebaut, dass mittlerweile 90% aller Haushalte einen Anschluss besitzen.
Um dem erhöhtem Strombedarf einzudämmen, werden die Bürger und Unternehmer mit verbrauchsabhängigen Preisstaffelungen zum Energiesparen gezwungen. Durch die anhaltende Trockenheit im Norden, Osten und Süden, wird der Strom zurzeit sogar für drei Stunden am Tag abgeschaltet. Mit der letzten Preiserhöhung im April, von 10% auf alle Treibstoffe, ist unsere Photovoltaik-Inselanlage sogar zu einer schnell amortisierenden Anschaffung geworden.
Im Zahlenvergleich: Benzinpreis pro Liter, 149 Rs = 95 EUR-Cent. Der Liter Diesel liegt bei rund 100 Rs = 65 EUR-Cent. Bei einem Durchschnittseinkommen der Bürger von rund 80 bis 100 EUR im Monat, wäre es vergleichbar mit Treibstoffpreisen in Europa von rund 15 EUR pro Liter.

Interessant auch, dass der Unternehmer (wozu auch jeder Einzelunternehmer zählt), im Vergleich zum Privathaushalt das Fünffache für einen Kilowatt Strom bezahlt. Im Zahlenvergleich: Privathaushalt 7Rs. pro KW (4,4 EUR-Cent), Unternehmer 35 Rs. pro KW (22 EUR-Cent). Das Sozialsystem ist so ausgelegt, dass der Unternehmer mit den deutlich höheren Preisen, den Strom für die Privathaushalte subventioniert. Was in Sri Lanka natürlich auch auf das niedrige Durchschnittseinkommen und dem daraus resultierenden niedrigen Steuereinnahmen zurückführen lässt. Diesbezüglich gibt es noch weitere Formen von Pflicht-Social-Business für die Allgemeinheit. Diese alle zu nennen, würde mein heutiges Thema verfehlen. Als CSR-orientierter Unternehmer finde ich mittlerweile eine Vielzahl der neuen Unternehmensverpflichtungen zum wohle der Allgemeinheit und Angestellten in Sri Lanka jedoch beispielhaft.

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Southern Expressway (erste Autobahn) in Sri Lanka eröffnet »

28. November 2011, von Alfons Stücke | Eco-Lodge Sri Lanka

Gestern war es so weit, der längste Abschnitt der ersten Autobahn E01 wurde feierlich eröffnet und ab 18:00 Uhr für den Verkehr freigegeben. Nach unserem Gästetransfer und Adventsbummel durch Colombo haben wir für die Rückfahrt, den frisch eingeweihten „Expressway“ benutzt. Nach nun mehr als 3 Jahren Holperstraßen und langen Transferzeiten zum Flughafen, Colombo oder zur Südküste, erlebten wir ein ganz neues Lebensgefühl, welches in Zukunft vor allem unseren Gästen mit verkürzten Transferzeiten, zu gute kommt. Der Flughafentransfer verkürzt sich nun von 4 Stunden auf 2,5 Stunden und mit dem Ausbau der Autobahn bis zum Flughafen und den neuen Zubringerstraßen bis zu uns nach Singharaja Garden (Fertigstellung bis Ende 2013), auf sogar 1,5 Stunden.
Ajith unser Fahrer, ist zum ersten Mal in seinem Leben über 100 Km/h gefahren und seine Anspannung war sehr groß und seine Hände feucht. Wir haben ihn auch gleich in das richtige Autobahnfahrverhalten eingewiesen, welches wir aus unserer Zeit in Deutschland noch nicht vergessen haben ;-)

Auf Grund der nun anfallenden Mautgebühren werden sich unsere Flughafentransferpreise zum 01.01.2012 von 70 EUR auf 80 EUR erhöhen und wir bitten diesbezüglich um Euer Verständnis.

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Oktoberfest 2011 in Colombo / Sri Lanka »

7. November 2011, von Alfons Stücke | Sri Lanka Eco-Lodge

Das originale Oktoberfest aus München hat ja mittlerweile in ganz Deutschland seine Nachahmung in Form von Festzeltfeiern gefunden. Dass es so etwas auch in Sri Lanka gibt, war uns neu und wir waren doch sehr erstaunt darüber. Nach Rücksprache mit unseren Gästen und unseren zwei Volontären, haben wir beim Veranstalter, das Hilton Hotel in Colombo, schon lange im Voraus unsere Reservierungen vorgenommen.
Mit null Oktoberfesterfahrungen, außer Franzi, unserer Volontärin aus Bayern, haben wir uns am Samstagnachmittag mit 9 Personen auf dem Weg nach Colombo gemacht. Nach zwei Wochen war es der letzte Festabend und nach unserer Ankunft durften wir feststellen, dass hier nichts dem Zufall überlassen wurde. Auf dem Parkplatz stand ein riesiges Zelt, wo ca. 500 Menschen Platz fanden, alles war in blau und weiß geschmückt und am Eingang wurden wir von jungen einheimischen Damen, im Dirndl gekleidet, zu unserem reservierten Platz begleitet. Eine Brauerei aus Sri Lanka hatte sogar ein spezielles Wiesn-Bier gebraut. Das Fest begann um 19:00 Uhr und um 19:30 marschierte eine original bayerische Kapelle ein und begleitete uns den ganzen Abend mit deutscher Volksmusik. Das Zelt war bis auf den letzten Platz belegt und wir feierten ausgelassen mit dem überwiegend einheimischen Publikum.
Das deutsche Buffet ließ keine Wünsche offen und um es in seiner Größe und Vielseitigkeit zu beschreiben, würde es den Rahmen unseres Blogeintrags sprengen. Doch eines sei gesagt: So eine geschmacklich und perfekt inszenierte kulinarische Deutschlandreise haben wir selbst in unserer Heimat noch nicht erleben dürfen.
Als die Kapelle um 23:00 Uhr das Festzelt mit dem Song „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ von Jürgen Markus zum Stimmungssiedepunkt brachte, mussten wir leider zum Flughafen aufbrechen, wo wir uns von einem Teil unserer Gäste verabschiedeten.

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Ab dem 01.01.2012, gelten neue Einreisebestimmungen für Sri Lanka »

28. Oktober 2011, von Alfons Stücke | Sri Lanka

Liebe Sri Lanka-Reisende,

bei Einreisen nach Sri Lanka, ist ab dem 01.01.2012 die vorherige Einholung eines gebührenpflichtigen Visums erforderlich. Dieses soll vorab als „Electronic Travel Authorization“ (ETA) im Online Verfahren unter www.eta.gov.lk beantragt werden. Möglich ist jedoch auch die Beantragung bei einer sri-lankischen Auslandsvertretung oder über einen deutschen Reiseveranstalter. Gegen Aufpreis und in Ausnahmefällen kann das Visum auch bei der Einreise am Flughafen ausgestellt werden. Die Gebühr für ein Besuchsvisum mit einer Gültigkeit von bis zu 30 Tagen für die einmalige Einreise beträgt 50 USD. Wenn das Visum bei der Einreise am Flughafen ausgestellt wird, erhöht sich die die Gebühr auf 75 USD. Die Ausstellung eines längerfristigen Visums ist nur durch eine sri lankische Auslandsvertretung möglich. Für detaillierte Informationen zur Beantragung des Visums und zur Höhe der Gebühren wenden Sie sich bitte an die zuständige sri-lankische Auslandsvertretung oder konsultieren Sie die o.g. Webseite.

Weitere Infos auch unter: www.travelinside.ch/travelinside/de/index.php?we_objectID=20616

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Der Königsweg zum Adam’s Peak (Sri Pada) »

15. Oktober 2011, von Alfons Stücke | Eco-Lodge Sri Lanka

Für die frühen arabischen Seefahrer galt er als höchster Berg der Welt und bis 1782 galt er noch als höchster Berg Asiens. Sri Pada (der edle Fuß) ist mit 2243m lediglich der vierthöchste Berg Sri Lankas, doch seine spirituelle Größe überragt die meisten Berge der Welt.
Wegen eines überdimensionalen Fußabdrucks, den Buddha auf seinem letzten Besuch in Sri Lanka am Gipfel hinterlassen haben soll, wird er von den Buddhisten verehrt. Für die Hindus stammt er von Shiva, für die Christen und Moslems ist es der Fußabdruck Adams, der nach der gemeinsamen Vertreibung mit Eva aus dem Paradies hier seinen Fußabdruck hinterlassen haben soll. Aus Mitleid soll Gott die beiden auf Sri Lanka verband haben, weil es dem Paradies am nächsten kommt.
Im April 2005 haben wir den Adam’s Peak zum ersten Mal über die kürzere Nordroute (Hattonweg) bestiegen. Auf der rund 7km langen Wegstrecke helfen 4800 zum Teil sehr steile Stufen, den 1000m Höhenunterschied zu bewältigen, was schon eine größere Herausforderung für uns war. Doch für eine spirituell „richtige“ Pilgerreise besteigt man den Sri Pada über die etwas in Vergessenheit geratene und 15km lange Südroute, für die wir uns dieses Jahr außerhalb der Pilgersaison entschieden hatten.
Eines sei jetzt schon gesagt, für den Höhenunterschied von rund 1.700 m benötigt es eine gute Kondition, doch der ungeahnte Gewinn auf dieser zum Teil neu angelegten Route ist unermesslich. Wir sind auch dieses Mal, wie für alle Pilger üblich, in der Nacht gestartet. Nach dem Abendessen sind wir um 20:00 Uhr mit dem Van aus Singharaja Garden gestartet und haben gegen Mitternacht unseren Ausgangspunkt „Carney“ rund 25km von Ratnapura erreicht. Für die uns unbekannte Strecke haben wir 5-6 Stunden kalkuliert und lagen genau richtig mit unserer Einschätzung.
Nach dem wir uns am Van noch mal gestärkt hatten, sind wir ausgestattet mit Kopflampen und Wanderstöcken in die Dunkelheit gezogen. Der Eingang war klar gekennzeichnet und von vielen, nur in der Pilgersaison geöffneten Verkaufsständen gesäumt. Mit unserer Vierergruppe waren wir die einzigen weit und breit und der Weg teilte sich schnell in mehrere Abzweige. Nach rund 45 Min. haben wir in einer Sackgasse feststellen müssen, dass wir uns wohl für den falschen Weg entschieden hatten und machten kehrt. Um 1:15 Uhr hatten wir dann endlich den richtigen Aufstieg erreicht, der uns mit tausenden von Stufen zum ersten Gipfel des Vorgebirges gebracht hat. Der Stufenweg führte durch dicht bewaldetes Gebiet und erst als wir auf dem Weg zum zweiten Gipfel waren, wurde der Wald vom dichten Bambus abgelöst. Nach 8.000 Stufen hatten wir zum ersten Mal Blickkontakt zum Gipfel, der mit seiner steil raus ragenden Spitze schon erahnen ließ, was da noch auf uns zu kam. Von nun an ist jeder sein eigenes Tempo gegangen und mit dem Ziel, den Gipfel noch vor Sonnenaufgang zu erreichen. Weitere 3.000 und zum Teil extrem steile Stufen führten uns zum Gipfel, auf dem wir dann, wie die nebenstehenden Fotos zeigen, für unsere Mühen mehr als belohnt wurden.
Den Abstieg haben wir dann über die kürzere Nordroute genommen, wo im Tal schon Ajith und Edna mit dem Van auf uns warteten. Die beiden sind die Nacht über die 5 Stunden lange Strecke um die Berge rum nach Hatton gefahren. Gemeinsam und alle etwas übernächtigt haben wir im einen der Pilgerhotels ein gutes Frühstück zu uns genommen und uns dann auf den Rückweg gemacht. Gekrönt haben wir unsere Tour dann noch mit einer zünftigen Wildwasser-Rafting-Tour auf dem Kelani Ganga. Vom kühlen Nass wieder top fit durchfuhren wir dabei noch den berühmten Drehort des Films „Die Brücke am Kwai“.

Wer Interesse an einer solchen Tour (auch in umgekehrter Wegführung) hat, kann sich gerne an uns wenden.

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Sri Lankas Nord-Westen und Osten »

14. Oktober 2011, von Alfons Stücke | Sri Lanka Eco-Lodge

Nach zwei Arugam Bay-Touren im letzten Jahr wollten wir gerne mehr von der Ostküste mit ihren angeblichen Traumstränden sehen. Viele Jahre ließ der Bürgerkrieg keine Reisen in den Osten oder Norden zu und so wollten wir einen bisher immer nur geplanten Reisetraum durch Sri Lanka verwirklichen.
Wir wollten uns Zeit nehmen und so haben wir gemeinsam mit unserer Tante, zwei Freunden und unsere Volontärin eine 8-tägige Reise geplant. Zunächst sind wir der Westküste in Richtung Norden gefolgt und bis Negombo war uns alles noch bekannt. Kalpitya, eine Halbinsel im Nord-Westen und ca. 3 Autostunden von Colombo entfernt, war unser erstes „Neulandziel“ in Sri Lanka. Wir hatten gelesen, dass seit 2010 ein ausländischer Investor angefangen hatte, eine kleine touristische Infrastruktur an diesem wunderschönen Küstenstreifen, mit endlosen Sandstränden, zu schaffen. Mit Erstaunen erkannten wir am weiten Horizont einen Windpark mit mindestens 30 Windrädern und freuten uns über den Einsatz von erneuerbaren Energien in einem aufstrebenden „Entwicklungsland“.
Von Mai bis November herrscht hier Nebensaison und so gab es nur ein paar vereinzelte Kitesurfer, die Wind und Wellen bei herrlichem Sonnenschein für sich nutzten. Luxuriöse Cabanas und Familienbungalows im Robinson-Stil fügen sich unauffällig in die Palmenhaine am Strand ein. Wir waren begeistert und haben gleich für 2 Nächte gebucht.

Die Traumstrände, gemeinsam mit dem naheliegenden Wilpattu-Nationalpark, sind wohl die beste Alternative zum Yala-Nationalpark, denn die Populationen an Elefanten und Leoparden sind ähnlich. Mit der Eröffnung der von uns sehr gut zu erreichenden Autobahn bis Colombo ist die Anfahrt deutlich verkürzt und wir werden in Zukunft für unsere interessierten Gäste eine 3-Tagestour ausarbeiten.

Um unser eigentliches Ziel, die Ostküste zu erreichen, haben wir Sri Lanka von Puttalam nach Trincomalee gequert. Einen kleinen Zwischenstopp haben wir in der alten Königsstadt Anuradhapura gemacht, um dort den vor 2800 Jahren gepflanzten Ableger des Bodhi-Baum zu besichtigen, unter welchen Buddha in Nord-Indien seine Erleuchtung gefunden hat. Für die Ruinen der alten Königsstadt haben wir uns dieses Mal leider keine Zeit mehr genommen, weil wir gerne vor Sonnenuntergang unser Quartier am Nilaveli Strand, ganz in der nähe von „Trinco“ erreichen wollten.

Die Stadt Trincomalee selber hat keinen besonderen Reiz, doch der berühmte Nilaveli-Strand, der sagenumwogene Swami Fels und die Taubeninsel (Pidgeon Island) mit ihrer bunten Unterwasserwelt, die zum Schnorcheln einlädt, sind immer eine Reise wert. Wir haben uns drei Tage Zeit gelassen, um alles zu erkunden.

Von Trinco aus haben wir unsere Fahrt Richtung Batticaloa fortgesetzt. Unser heutiges Ziel sollte die Passekuda Bay sein und zählt zu den schönsten Stränden der Welt. Auf dem Weg gab es vom ehemaligen Bürgerkrieg kaum eine Spur mehr. Der innerhalb von einem Jahr fast fertiggestellte Ausbau von Straßen und Brücken über Lagunen, wo es früher nur Fähren gab, sorgen in naher Zukunft für eine optimale Infrastruktur. Auf Grund einer noch im Bau befindlichen Brücke mussten wir einen größeren Umweg über „noch“ Sandpisten im staubtrockenen Landesinneren machen. Hier herrscht noch große Armut, doch Staat und Hilfsorganisationen sorgten schon für die Wiedereingliederung der vielen Kriegsflüchtlinge. Man setzt auf moderne Konzepte und die Ländereien werden mit Be- und Abwässerungskanälen eingefriedet. Neue Straßen werden mit großzügigen Brücken ausgebaut, damit die riesigen Mengen an Regen, die während der beginnenden Monsunzeit im November einsetzen, bewältigt werden können. Groß angelegte Wasserspeicher sorgen in der trockenen Jahreszeit wiederum für die nötige Bewässerung. Sri Lanka will seine eigene Landwirtschaft weiter ausbauen und die Grundsteine sind auch in den ehemaligen Krisenregionen gelegt.

Gegen Mittag haben wir die Passekuda Bay erreicht, doch das bisher einzige Hotel war ausgebucht. Statt Traumstrandidylle gab es hier nur Baukräne und in ein paar Monaten werden hier sicherlich mehr als 2000 Betten zur Verfügung stehen. Alles Luxus natürlich, doch unser Bild vom Traumstrand ist jäh zerplatzt und so teilten wir den Frust mit den Fischern, denn für ihre Boote gibt es auch keinen Platz mehr…
Zum Glück haben wir noch etwas abseits vom Strand ein kleines und liebevoll errichtetes Restaurant gefunden, wo wir sehr gut zu Mittag gegessen haben. Die Randzonen sind die einzigen Plätze, welche die Investoren den hier Ansässigen gelassen haben. Der Restaurantbesitzer hat große Hoffnung, denn für seine einfachen Verhältnisse hat er viel für den Tourismus riskiert. Ob sich das Risiko gelohnt hat, können wir leider nur bezweifeln, denn bei dem zukünftigen Überangebot der 5 Sterne plus Hotels wird für die meisten hier nicht viel übrig bleiben.

Wir sind direkt weiter zur Arugam-Bay geflohen und freuen uns immer wieder, dass hier der Ursprung durch eine Bürgerinitiative erhalten bleibt…

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